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ALADIN macht`s möglich - Recycling

21.05.2015 07:42

Swantje Loch aus der 7b berichtet:

In unserem Wahlpflichtunterricht  KLEGS 7 machten wir  einen Ausflug auf den Recyclinghof der KBA in Bargenstedt. Es holte uns ein Bus ab und nach guten 20 Minuten erreichten wir das riesige KBA-Gelände.

Wir wurden von der netten Frau Katrin Martens von der Abfallwirtschaft Dithmarschen (AWD) empfangen und gingen in einen großen Raum, in dem ein großer Tisch mit einem gesunden Frühstück angerichtet war. Es gab Laugenkastanien und riesige Mengen Obst und Gemüse. Allerdings fanden wir auch „Müll“ auf dem Tisch: Bioabfall von dem geschälten Obst und Gemüse, CDs, alte Handys und einen zerbrochenen Porzellanbecher. Nach dem leckeren Frühstück sortierten wir die Sachen in den richtigen Müllbehälter. Ich habe dabei gelernt, dass z. B. Zahnbürsten und Spülbürsten nicht in den Gelben Sack kommen, sondern in die schwarze Tonne (Restmüll). Nachdem alles richtig wegsortiert war, zogen wir uns Warnwesten an und zogen in die ehemalige Kiesgrube. Sie war riesig! In einer Halle, in der Sperrmüll und Hausmüll zwischengelagert wurde, konnten wir einen Müllwagen beobachten, der gerade von seiner Fuhre kam und den Müll abkippte. Da hatten wir wirklich Glück, denn so etwas kann man nicht oft beobachten.

Kurz darauf konnten wir selbst unseren mitgebrachten Bioabfall in der Kompostierhalle, die seit 1996 besteht, auf einen großen Bioabfallhaufen auskippen. Ein Radlader kam und schaufelte den Bio-Abfall in eine Maschine mit Förderband. Die Maschine lockerte den Abfall und beförderte ihn dann in einen Raum zur weiteren Sortierung. Auf dem Förderband entdeckten wir aber nicht nur Bioabfälle, sondern auch Plastiktüten, Windeln und sogar ein BH hing in der Luft. In der Sortieranlage arbeiten zwei Männer seit ca. 20 Jahren und sortieren per Hand sog. Störstoffe aus dem Kompost. Wir sahen während der kurzen Zeit mindestens 20 Windeln, die von Hand herausgezogen wurden. Das war schon ganz schön heftig, wie schlecht der Müll sortiert war.

Der Chef des Kompostierwerkes erklärte uns dann noch, dass der Bioabfall in 13 Wochen von einer riesigen Maschine 13-mal umgesetzt wird, bis er zu fertiger Komposterde geworden ist. Im ALADIN (Außerschulischer Lernort Abfallwirtschaft Dithmarschen) machten wir in kleinen Gruppen eine Rallye durch eine Kompostmiete. Was es da alles zu erforschen gab, verrate ich nicht, denn ihr solltet es selbst einmal ausprobieren. Spannend – kann ich euch sagen!

Zum Schluss bekamen wir noch eine Tüte beste Muttererde mit nach Hause.

Ich finde es toll von der AWD und KBA, dass sie dieses Angebot für uns Schüler machen. Es ist erschreckend zu sehen, was wir Menschen für eine Menge Müll produzieren und wie schlecht der Müll sortiert wird. Man sollte alle Menschen aus Dithmarschen mal zur KBA schicken, damit sie sehen, dass eine weggeworfene Damenstrumpfhose im Biomüll (wird gern zum Anbinden von Pflanzen genommen) zwei bis vier Stunden Reparatur der Sortiermaschine bedeuten kann.

 

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