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ARoS - Kunst der Gegenwart erleben

28.01.2019 07:00

Kulturschule besucht erneut eines der größten Kunstmuseen Nordeuropas in Aarhus/Dänemark.

Foto: Kim, Fabienne und Moritz arbeiten im Ausstellungsbereich "Far From Home" am Werk "House" von Doug Aitken zur grundlegenden Frage - wo ist Zuhause? - Eine Installation eines abgerissenen Hauses, kombiniert mit Video- und Geräuschelementen

Wie schon in 2017, als Aarhus Kulturhauptstadt war, folgten Schüler*innen unserer WPUs Gestalten, Textiles Werken und Dänisch dem Ruf der Kulturstadt. Auf sie wartete im ARoS mit seinen 20.700 Quadratmetern auf 10 Etagen ein beeindruckender Ort,  um Gegenwartskunst zu begegnen. Der Name des Kunstmuseums leitet sich ab von Aros, dem alten Namen der Stadt, woraus durch Großschreibung eine Verbindung zum lateinischen Wort Ars für Kunst wird.
 
Bereits bei der Ankunft erblicken die Jugendlichen aus der Ferne das bunte Your-Rainbow-Panorama von Olafur Eliasson. Installiert auf dem Dach des Museums ist es ein markanter Blickfang der Stadt. Hier startet die Schülergruppe dann auch die Erkundung der Werke mit dem Durchlaufen des begehbaren Panoramas. „Von hier oben hat man einen tollen Überblick über die Stadt. Dabei entsteht ein seltsames Gefühl, wenn man die verschiedenen Farben durchläuft“, beschreibt Cassandra Huth das Empfundene. Tatsächlich scheint die Veränderung der Farben die Wahrnehmung zu verändern. 
 
Weiter geht es in die Ausstellung mit vielen neuen Arbeiten. Mit Beobachtungsaufträgen ausgestattet, machen sich die Schüler in kleinen Gruppen auf den Weg durch die verschiedenen Etagen. Sie entdecken etwa eine handgenähte Wohnung aus farbigen Stoffen (Korridor von Do Ho Suh), welche auch betreten werden darf. „Hier wurden sogar die Lichtschalter und Griffe alle einzeln genäht. Das muss ja ewig gedauert haben“, bemerkt Malte Hansen.  Mit federleichten Raumkonstruktionen aus durchsichtigem Tüll bildet er Wohnräume von Orten auf der ganzen Welt, an denen er gewohnt hat, in Originalgröße nach. Do Ho Suh geht es um die Gefühle, die das Thema Zuhause hervorruft. Für ihn ist Zuhause ein Ort, der immer in Bewegung ist. 
 
Auch die Schüler*innen sind viel in Bewegung und besuchen Ebene für Ebene. In einem der Ausstellungsräume richten sie ihren Blick erstaunt nach oben. Sie sind angekommen vor „Boy“.„Boy“ ist eine Arbeit des Australiers Ron Mueck.  Es ist ein kleiner Junge, aber riesengroß; fünf Meter von den Fußspitzen bis zu den an den Kopf gehaltenen Händen. Dabei sitzt er in der Hocke. Die Skulptur ist mittlerweile zu einem Wahrzeichen des ARoS geworden. Die hockende Stellung der Figur ist von den australischen Aborigines inspiriert, die aufmerksam die Ebene nach Wild absuchen. Den Jugendlichen fällt die äußerst detailliert gearbeitete Haut mit Rötungen, Falten, Poren usw. auf. Ein beeindruckendes Kunstwerk. „Der Junge wirkt eher verstört oder ängstlich“, meinen viele nach längerer Betrachtung.
 

„Für wirklich jeden von uns ist etwas dabei gewesen, was uns gefesselt hat und im Gedächtnis bleiben wird“, ist von den Schüler*innen in der Rückmelderunde zu hören. Nach einem Besuch des Zentrums von Aarhus geht es für alle  mit vielen neuen und bleibenden Eindrücken wieder in den Bus und die Rückfahrt nach Meldorf wird angetreten. 

„Die Ausstellung ist so gelungen, dass man direkt einen Grund hat, ARoS nochmal privat zu besuchen“, fassen die begleitenden Lehrkräfte Kerstin Ehmen, Göbke Lütjens und Bengt Busching ihren Tageseindruck zusammen. Von jung bis junggeblieben gibt es hier für alle etwas zu entdecken. Gemeinsam mit den Schüler*innen ist klar: „Wir kommen wieder!"

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